Redeangst - Sprechangst - Test
Redeangst wird auch als Sprechangst oder Redehemmung bezeichnet und ist weit verbreitet. Redeangst bezieht sich nicht nur auf Situationen, in denen wir eine Rede halten. Situationen, in denen die Redeangst auftritt, sind z. B auch: Vorträge, Berichte in der Teambesprechung, wenn wir Stellung zu einem Sachverhalt beziehen, wenn wir jemandem gratulieren, wenn wir uns anderen vorstellen, wenn wir uns bedanken möchten, wenn die Aufmerksamkeit auf uns gerichtet ist und wir etwas gefragt werden.
Die folgende Checkliste gibt Ihnen Hinweise, welche Rolle die Redeangst in Ihrem Leben spielt. Wenn in der Checkliste von „Rede“ gesprochen wird, bezieht sich das auch auf Situationen, in denen Sie in Gegenwart anderer einfach nur etwas sagen wollen. Beantworten Sie die folgenden Fragen offen und ehrlich.
Markieren Sie bitte die Fragen, denen Sie zustimmen.
Malen Sie sich in der Zeit vor der Rede aus, wie die Zuhörer während Ihrer Rede gelangweilt dasitzen, „Buh“ rufen oder vorzeitig den Raum verlassen?
Haben Sie bei der Vorbereitung auf die Rede Probleme, sich zu konzentrieren und sich den Inhalt zu merken?
Verspüren Sie schon lange vor der Rede Angstgefühle und Anspannung?
Wird die Angst immer stärker, je näher die Rede rückt?
Fordern Sie von sich, die Rede unbedingt perfekt halten zu müssen und bereiten sich 200%ig auf die Rede vor?
Fordern Sie von sich: „Mir darf auf keinen Fall passieren, dass andere etwas von meiner Unsicherheit bemerken, dass ich stottere, rot werde,...“?
Ist es Ihnen enorm wichtig, dass Sie bei den Zuhörern gut ankommen?
Haben Sie das Gefühl, der Rede nicht gewachsen zu sein?
Nehmen Sie vor der Rede Beruhigungstabletten oder trinken Sie Alkohol, um sich zu entspannen?
Haben Sie vor und während der Rede den Eindruck, keinen klaren Gedanken fassen zu können, oder eine Leere im Kopf zu haben?
Haben Sie Schwierigkeiten bei der Rede, die Worte zu finden?
Leiden Sie während der Rede häufig unter Denkblockaden und Problemen, sich zu konzentrieren?
Verspüren Sie vor und während der Rede ein oder mehrere der folgenden körperlichen Symptome:
- starke innere Unruhe
- Anspannung
- Einschlaf- und Durchschlafstörungen
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Nackenverspannungen
- Müdigkeit
- Mattigkeit
- Schwitzen, Zittern oder Erröten
- erhöhten Blutdruck
- schnelles, flaches Atmen
- Schwindelgefühle
- Drang zum Wasserlassen
- Schluckbeschwerden, ein Kloßgefühl im Hals
- Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken
- Herzrasen, Herzstolpern
- Blackout
- zittrige Stimme, stottern
- fahrige, ungelenke Bewegungen
- bin wie in Trance
- hektische Flecken
Befürchten Sie,
- sich zu blamieren
- nicht gut dazustehen
- bei den Zuhörern nicht anzukommen
- zu stottern, den Faden zu verlieren, keinen Ton herauszubringen, einen Blackout zu haben
- kritisiert zu werden
- zu versagen
- Aufmerksamkeit zu erhalten
- ganz alleine dazustehen
- ausgelacht zu werden
- die Erwartungen der Zuhörer nicht zu erfüllen
- dass die Zuhörer Ihre Unsicherheit bemerken
- zu zittern oder zu erröten?
Gestikulieren Sie während der Rede wild, klopfen nervös mit den Fingern oder klammern sich am Pult fest?
Spulen Sie Ihre Rede schnell herunter und/oder lesen Sie nur vom Blatt ab?
Sprechen Sie während der Rede hektisch und schnell?
Meiden Sie den Blickkontakt mit den Zuhörern?
Beobachten Sie sich während der Rede ständig, wie es Ihnen körperlich geht und ob die Zuhörer etwas von Ihren Problemen merken könnten (wie z.B. dem Erröten oder Zittern)?
Verlassen Sie fluchtartig nach Ende des Vortrags das Pult oder die Bühne?
Haben Sie schon einmal oder mehrmals den Vortrag abgebrochen und sind geflüchtet?
Haben Sie schon einmal oder mehrmals den Vortrag abgesagt?
Meiden Sie Diskussionsveranstaltungen?
Probieren Sie bei Redebeiträgen alle Sätze erst im Kopf aus und suchen nach den richtigen Worten?
Versuchen Sie, betont witzig zu sein?
Lenken Sie sich krampfhaft ab?
Stellen Sie viele Fragen oder reden Sie viel bei Besprechungen?
Schweigen Sie bei Mitarbeiterbesprechungen?
Versuchen Sie, möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen?
Hat sich Ihre Redeangst im Laufe der Jahre gesteigert?
Haben Sie schon viele schlechte Erfahrungen mit Reden gemacht und denken, dass Sie immer wieder ähnlich schlechte Erfahrungen machen werden?
Nehmen Sie berufliche Nachteile in Kauf, um keine Reden halten zu müssen?
Auswertung Test Redeangst - Sprechangst
Wenn Sie viele der oben aufgeführten Fragen mit Ja beantworten konnten, dann deutet dies bei Ihnen auf eine starke Redeangst hin.
Schauen Sie sich die Ratgeber Video Filme zur Redeangst und die Angst Panik Informationen an. Auch die Angst-Videos zu den Themen Prüfungsangst, Angst zu versagen, Angst vor Kritik und Angst vor Ablehnung könnten für Sie interessant sein.
Im Angst-Forum können Sie sich mit anderen Betroffenen darüber austauschen und Rat und Hilfestellungen holen.
Wenn die Redeangst für Sie sehr belastend und einschränkend ist, wenn Sie z.B. unter Depressionen leiden, Suchtprobleme oder berufliche Nachteile haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit einem Psychotherapeuten auf.
Selbsthilfe Materialien zur Redeangst
Wenn Sie im Selbststudium, d.h. ohne therapeutische Unterstützung, etwas gegen Ihre Redeangst tun möchten, dann finden Sie hierfür in den PDF Selbsthilfe Materialien Redeangst eine Schritt für Schritt Anleitung.
149 DIN A4 Seiten im PDF Format, Preis: EURO 14,80 inkl. Mwst.

