Wie Sie mit Ihrem Denken Ihre Angst erzeugen
In jedem Augenblick unseres Lebens prüfen wir automatisch, ob unser Leben in Gefahr ist. Nicht immer ist unsere Einschätzung der Situation korrekt. Wir sehen z.B. eine Gefahr, wo keine vorliegt, oder übertreiben das Ausmaß der Gefahr. Wir fordern Kontrolle und Sicherheit, wo wir keine haben, und sehen uns deshalb in Gefahr. Und wir unter- oder überschätzen unsere Bewältigungsmöglichkeiten. Unser Denken ist fehlerhaft.
Die Folgen unserer Denkfehler sind, dass wir uns z.B. schlechter fühlen, als es in der Situation sein müsste. Wir haben Angst, wo keine Gefahr besteht oder höchst unwahrscheinlich ist. Wir meiden Situationen oder flüchten aus Situationen, die nicht gefährlich sind. Wir betäuben unsere negativen Gefühle mit Suchtmitteln, wo es keinen Grund für diese Gefühle gibt. Wir fühlen uns hilflos, weil wir Sicherheit verlangen, wo es keine gibt.
Es bringt uns also Vorteile, wenn wir darauf achten, dass unser Denken möglichst der Situation angemessen ist.
Fehlerhaftes Denken lässt sich vom gesunden Denken leicht unterscheiden. Gesundes Denken erfüllt die folgenden zwei Regeln. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in dem Selbsthilfe Informationen Gesundes Denken.
- Gesundes Denken entspricht den Tatsachen.
- Gesundes Denken hilft uns, uns so zu fühlen und zu verhalten, wie wir es möchten.
Umgekehrt sehen die Kennzeichen fehlerhaften unangemessenen Denkens so aus:
Fehlerhaftes Denken beruht nicht auf Tatsachen sondern auf einer persönlichen Meinung oder Annahme.
Fehlerhaftes Denken verursacht negative übertriebene Gefühle und hindert Sie daran, sich so zu fühlen und zu verhalten, wie Sie es möchten.
Wir alle denken ab und zu negativ, das ist normal. Anders ist es, wenn wir auf Dauer ungefährliche Situationen als gefährlich bewerten und in uns somit unnötigerweise Angst und Anspannung erzeugen.

