Wie äußert sich Angst?


Die Angst soll uns alarmieren und wird begleitet von Veränderungen in drei Bereichen:

  • im Körper

Wir atmen schneller und tiefer, die Muskeln spannen sich an, Puls und Blutdruck erhöhen sich, Appetit und sexuelles Verlangen lassen nach. Wir verspüren den Drang, Darm und Blase zu entleeren, und zeigen noch viele weitere Veränderungen in unserem Körper.
Ausführliche Informationen über die körperlichen Veränderungen bei Angst, insbesondere über die Steuerung durch das vegetative Nervensystem, finden Sie in dem Artikel Angst und Körper.

  • im Verhalten

Wir flüchten oder meiden Situationen. Oder wir verfallen in eine Art Totstellreaktion, erstarren für den Augenblick.

  • in Gedanken

Die Gedanken kreisen um die Gefahr. Wir sind hochkonzentriert. Wir beschäftigen uns damit, wie wir die vermeintliche oder reale Gefahr vermeiden können.
Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in dem Artikel Angst und Denken.


Von der Natur ist es vorgesehen, dass die Angst nachlässt, sobald die Gefahr vorüber ist. Sobald wir unserem Körper Entwarnung geben, uns quasi sagen „Du bist außer Gefahr“, kehrt der Körper wieder auf sein normales Erregungsniveau zurück. Die Muskeln entspannen sich, die Atmung verlangsamt sich, usw.

Diese automatische Anpassung an die Anforderungen aus der Umwelt funktioniert allerdings nur, solange die Anforderungen nicht allzu groß sind. Problematisch wird es, wenn außergewöhnliche Belastungen eintreten, länger anhalten oder wir uns in Gedanken immer wieder Gefahren ausmalen und uns so in Angst versetzen. Dann kommt unser Körper nicht mehr zur Ruhe und es entsteht ein Missverhältnis zwischen Anspannung und Entspannung.

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