Was versteht man unter Mentalem Training?

Mentales Training ist eine geistige Form des Trainings. Man spricht auch von Imagination, Visualisierung, Selbsthypnose oder Vorstellungsübung. Im Geiste malen wir uns aus, wie wir in einer bestimmten Situation denken, fühlen und handeln wollen.

Sportler, wie z.B. Skifahrer oder Golfer, setzen das Mentale Training ein, um Bewegungsabläufe zu erlernen oder zu festigen und damit ihre Leistungen zu verbessern. Krebspatienten arbeiten mit der Vorstellungskraft, um ihre Abwehrkräfte zu stärken. Kriseneinsatzkräfte wie Rettungssanitäter oder Feuerwehrmänner üben ihren Einsatz in der Vorstellung, um schneller und besser einsatzbereit zu sein. Und Musiker und Ärzte üben komplizierte Bewegungsabläufe in Gedanken.

Das Mentale Training wird auch in der Psychotherapie eingesetzt – beispielsweise bei der Behandlung von Ängsten, traumatischen Erlebnissen, Depressionen oder Süchten.

Das mental Training sind im Grunde genommen nichts Neues für uns. Wir praktizieren diese Form der Übung schon seit wir denken können. Immer dann, wenn wir uns ein unerfreuliches und unangenehmes Ereignis ins Gedächtnis rufen und uns dabei z.B. traurig, ängstlich oder ärgerlich fühlen, üben wir im Geiste (mental) und halten dadurch die Erinnerung und die damit verbundenen Gefühle wach oder stärken diese.

Auch wenn wir uns immer wieder ausmalen, was wir für einen tollen Partner haben und wie schön die Zeit mit ihm ist, dann üben wir im Geiste, unsere positiven Gefühle gegenüber unserem Partner zu stärken.

Auch Sorgen sind eine Form des mentalen Trainings. Bei Sorgen sind die Phantasien in die Zukunft gerichtet. Wir malen uns etwas Schlimmes aus, fragen uns, "was wäre, wenn ..." und bekommen Angst.

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