11 Tipps, mit denen Sie die Chance erhöhen können, Ihr gewünschtes Ziel zu erreichen
- 1. Schreiben Sie Ihr Ziel auf.
Am besten hängen oder legen Sie den Zettel, auf dem Ihr Ziel notiert ist, an einen Platz, auf den Sie häufig schauen. Besser noch, platzieren Sie viele Zettel mit Ihrem Ziel an Orten, an denen Sie sich häufig aufhalten – z.B. auf dem Armaturenbrett des Autos oder an der Toilettentür. Damit erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dabei bleiben, auf das Ziel hin zu arbeiten.
- 2. Unterteilen Sie Ihr Ziel in Zwischenschritte.
So haben Sie häufiger ein Erfolgserlebnis.
- 3. Starten Sie sofort mit der Umsetzung Ihres Ziels.
Warten Sie nicht darauf, bis Sie sich danach fühlen, zu beginnen. Gewöhnlich warten Sie dann vergebens. Ihre Motivation wird kommen, wenn Sie Ihr Ziel angehen.
- 4. Wählen Sie ein Ziel nach dem anderen.
Wenn Sie sich zu viele Ziele auf einmal vornehmen, dann kommen Sie mit keinem so richtig voran. Ihre Energie verteilt sich auf mehrere Ziele. Sie haben dann auch immer den Eindruck, nichts erreichen zu können.
Entscheiden Sie sich deshalb zunächst für EIN Ziel. Wenn Sie dieses erreicht haben, Ihr neues Verhalten Ihnen zur Gewohnheit geworden ist, dann starten Sie mit dem nächsten Ziel.
- 5. Erstellen Sie eine Gewinn-Verlust-Rechnung.
Jede unserer Verhaltensweisen hat einen Sinn für uns. Wir wählen diese, weil wir etwas dadurch gewinnen. Manchmal helfen uns Verhaltensweisen kurzfristig, aber schaden uns langfristig. Z.B. hilft uns die Vermeidung einer Situation, die uns Angst macht, kurzfristig, wir verspüren unsere Angst dann zu diesem Zeitpunkt nicht. Auf lange Zeit gesehen werden wir aber immer unselbständiger.
Wenn Sie sich ein Ziel auswählen, ist es deshalb wichtig, genau zu schauen, wie die kurz- und langfristigen Konsequenzen Ihrer Veränderung aussehen würden.
Beantworten Sie folgende Fragen und schreiben Sie die Antworten am besten auf:
- Welchen Verlust oder welche Nachteile würde eine Veränderung Ihrer Gefühle und Ihres Verhaltens kurzfristig und langfristig für Sie und andere Menschen haben?
- Welchen Gewinn oder welche Vorteile würde eine Veränderung Ihrer Gefühle und Ihres Verhaltens kurzfristig und langfristig für Sie und andere Menschen haben?
Eine Klientin, deren Ziel es war, häufiger Nein zu sagen, wenn andere etwas von ihr erwarten, hat z.B. Folgendes herausgefunden:
Meine Nachteile sind:
„Wenn ich häufiger Nein sage, dann werden manche Menschen vielleicht ärgerlich auf mich sein. Es gibt vielleicht mehr Konflikte. Ich fühle mich vielleicht abgelehnt."
Meine Vorteile sind:
„Wenn ich häufiger Nein sage, dann werden andere mich eher achten. Ich bekomme mehr meiner Bedürfnisse erfüllt. Ich brauche mich nicht mehr über mich zu ärgern. Ich fühle mich nicht mehr als Opfer. Ich bin stolz auf mich, für meine Bedürfnisse einzutreten. Andere wissen dann eher, wo sie mit mir dran sind."
Wenn Sie mehr Vorteile als Nachteile herausfinden, dann lohnt es sich für Sie, Ihr Ziel anzustreben. Rufen Sie sich die Vorteile dann immer einmal wieder in Erinnerung, dies stärkt Ihr Durchhaltevermögen und Ihre Motivation.
Finden Sie zunächst mehr Nachteile als Vorteile heraus, könnten Sie danach schauen, ob und wie Sie die möglichen Nachteile abschwächen könnten.
- 6. Trainieren Sie Ihr neues Verhalten auch in der Phantasie.
Sie können sich neues Denken und Verhalten erheblich schneller aneignen, wenn Sie es sich häufig in Gedanken und Bildern ausmalen. Unser Gehirn kann nämlich nicht unterscheiden, ob wir etwas in der Phantasie oder Realität üben. Für das Gehirn ist beides Übung. Näheres zum Mentalen Training finden Sie in den Selbsthilfe Informationen Mentales Training.
- 7. Machen Sie sich über Ihren Übungsverlauf Notizen.
Es kann belohnend für Sie sein, sich zu notieren, was Sie für sich tun und welche Erfolge Sie erzielt haben. Im Rückblick ist es außerdem spannend, die Veränderungen konkret vor sich zu sehen.
Notieren Sie also,
- wann Sie üben,
- was Sie üben,
- wie Sie sich dabei gefühlt haben,
- was hilfreich war und
- was Sie in Zukunft anders machen möchten.
Sie können Ihre Gefühle dabei z.B. auf einer Skala von O (neutral, kein Leiden) bis 10 (stärkstes negatives Gefühl) einordnen. Wenn alles gut läuft, würden am Anfang viele 10-en auf Ihre Liste stehen, später mehr 5-en und irgendwann vielleicht auch 0-en.
- 8. Loben Sie sich für jede Übung.
Leider sind die meisten von uns eher darauf konzentriert, sich Fehler vorzuwerfen, als sich für ihren Einsatz zu loben. Aber auch als Erwachsene lernen wir leichter und besser, wenn wir ein Lob hören.
Also vergessen Sie nicht, sich für jeden Einsatz zu loben – auch wenn es nicht so gut gelaufen ist, dann zumindest für Ihr Bemühen. Sie können sich auch ab und zu mit etwas Schönem verwöhnen. Legen Sie hierzu fest, wann Sie sich verwöhnen wollen, z.B. wenn Sie eine Woche oder 14 Tage lang geübt haben.
- 9. Malen Sie sich aus, dass es Ihnen nach der Veränderung besser geht.
Wir alle möchten uns verbessern. Wenn uns am Ende ein Vorteil oder Gewinn erwartet, bringen wir bereitwilliger unseren Einsatz.
Also malen Sie sich am besten möglichst lebendig aus, was nach Ihrer Veränderung besser für Sie sein wird:
Sind Sie dann z.B. stolz auf sich? Kommen Sie mit anderen besser zurecht? Werden andere Sie bewundern? Sind Sie Ihren Kindern dann ein gutes Vorbild? Haben Sie mehr Selbstbewusstsein? Haben Sie beruflich mehr Erfolg? Fühlen Sie sich wohler in Ihrem Körper?
- 10. Bereiten Sie sich auf Hänger und Stillstand vor.
Veränderungen verlaufen gewöhnlich nicht gradlinig. Ich empfehle Ihnen deshalb sich auf jeden Fall den Artikel zu den Selbsthilfe Informationen Fortschritte, Rückschritte anzusehen.
- 11. Seien Sie geduldig mit sich.
Jeder kleine Schritt zählt. Viele kleine Schritte führen auch zu einem großen Ziel und können einen großen Einfluss auf Ihr Leben haben.
An dieser Stelle bleibt es nun Ihre Aufgabe, sich ein Ziel zu wählen, das Sie gerne erreichen möchten. Ich wünsche Ihnen die Kraft und die Ausdauer, Ihr Ziel zu erreichen.

