
Sorgen - Angst vor Morgen
Im Gegensatz zu den Tieren hat der Mensch die Möglichkeit, die Zukunft bewusst in Gedanken vorwegzunehmen und zu planen. Das ist ein großer Fortschritt in der Entwicklung, denn das Vorausdenken ermöglicht es, Vorsorge zu treffen.
Doch die Fähigkeit, sich etwas in der Zukunft auszumalen, kann auch Nachteile haben: dann wenn man sich Gedanken um Ereignisse macht, die nicht gefährlich oder unwahrscheinlich sind oder über die man keine Kontrolle hat.
Sorgen sind Gedanken und Phantasien, die um mögliche Gefahren kreisen: „Was wäre, wenn .... „, „Es wäre schrecklich, wenn ... passieren würde.“
Wenn die Sorgen um die Zukunft zur Vorsorge und zur Vermeidung von Gefahren dienen, sind sie auch hilfreich. Sorgen um Ereignisse, die unwahrscheinlich sind oder die man nicht beeinflussen kann, sind jedoch Energie- und Zeitverschwendung. Das Problem von Sorgen und Grübeleien ist nämlich, dass der Körper sich bereit macht, etwas zu tun, die Gefahr, die man sich ausmalt, zu bekämpfen. Doch die Gefahr existiert nur in der Phantasie. Der Körper macht sich also bereit zu Kampf oder Flucht vor einem Gegner, der nur in der Phantasie existiert bzw. dessen Bedrohung in der Zukunft liegt. Weil die bereit gestellte Energie und Aktivierung nicht eingesetzt werden können, können Sorgen z.B. Schlafstörungen, Muskelverspannungen, Bluthochdruck, usw. verursachen.
Es gibt viele Menschen, die sich angewöhnt haben, sich auch um Ereignisse zu sorgen, über die sie keine Kontrolle haben. Sie glauben, Sorgen würden ihnen helfen, sich auf schlimme Ereignisse vorzubereiten oder diese gar zu vermeiden.
Diese Art von Sorgen ist jedoch nicht hilfreich, im schlimmsten Falle können die Sorgen krank machen.
Da Sorgen lediglich Gedanken sind und man Gedanken und Phantasien verändern kann, gibt es auch die Möglichkeit, die Angewohnheit, sich zu häufig zu sorgen, abzubauen.
Diese 4 Video Clips informieren Sie über das Wesen, die Funktion und die Bewältigung von Sorgen.
Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen.
- S. Hedin -

