So nutzen Sie positive Selbstinstruktionen

Ununterbrochen geben wir uns in unserem Kopf Anweisungen und schätzen die Situationen und unsere Fähigkeiten ein. Diese Selbstinstruktionen haben einen großen Einfluss auf unserer Gefühle und unser Verhalten.

Negative Selbstinstruktionen wie z.B. "Das schaffst du nie." oder "Alle werden dich auslachen" führen zu Angst und möglicherweise auch dazu, dass wir die Situation erst gar nicht in Angriff nehmen. Deshalb ist es wichtig, sorgfältig auf unsere Selbstinstruktionen zu achten.

Wir können uns positive Selbstinstruktionen zurechtlegen, die wir in Angst-Situationen oder bei anderen Ereignissen schnell einsetzen können. Positive Selbstinstruktionen werden auch als Autosuggestionen, Selbstsuggestionen oder Affirmationen bezeichnet.

Positive Selbstinstruktionen sind immer nach einem bestimmten Muster aufgebaut:

  • Sie sind positiv formuliert, - d.h. sie beinhalten genau, was wir denken oder tun wollen.
  • Sie sind in der Gegenwart formuliert.
  • Sie bestehen aus einfachen, kurzen Sätzen, die wir gut abrufen können.

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Hier einige Beispiele für Autosuggestionen:

Auch diese Situation überlebe ich.
Auch das wird vorübergehen.
Ich vertraue meinem Körper, er ist mein treuer Begleiter.
Ich schaffe das.
Ich konzentriere mich auf meinen Atem.
Was auch immer auf mich zukommt, ich kann damit umgehen.
Ich lasse es zu, es wird vorübergehen.
Die Angst darf kommen, ich weiß ihr zu begegnen.
Ich darf Fehler machen.
Ich bin stark und kann das aushalten.
Es gibt wichtigere Dinge, als mich damit aufzuhalten.
Ich erlaube anderen, zu denken, was sie wollen.
Ich mache eines nach dem anderen.


  • Wählen Sie sich aus diesen Suggestionen einen Satz oder mehrere Sätze aus, den oder die Sie sich einprägen. Falls keiner dabei ist, der Ihnen hilft, formulieren Sie Ihre eigene positive Formel.
  • Wiederholen Sie dann diese Sätze möglichst häufig. Wenn Sie alleine sind, sprechen Sie diese am besten laut und im Brustton der Überzeugung.
  • Wenn Sie dabei eine selbstbewusste Körperhaltung einnehmen, können Sie diese Haltung mit der Suggestion verknüpfen. Diese Suggestion beliebig oft in immer derselben Körperhaltung wiederholt, werden Sie sich dann automatisch, wenn Sie diese Körperhaltung einnehmen, auch daran erinnern.
  • Sie können diese Sätze auch mit einer Melodie verknüpfen, die Sie vor sich hin summen.
  • Sie können den Satz oder die Sätze auch auf ein Kärtchen schreiben, das Sie immer bei sich tragen. Wenn Sie möchten, dekorieren Sie die Wohnung mit den Kärtchen. Je häufiger Sie an die Suggestionen erinnert werden, desto schneller werden Sie diese verinnerlichen und in Krisensituationen dann parat haben.

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