Der Unterschied zwischen gesundem Denken und positivem Denken
Gesundes Denken bedeutet nicht gleichzeitig auch positives Denken. Wir können und müssen nicht jede Situation positiv sehen. Es gibt Ereignisse, bei denen es angemessen ist, besorgt, traurig, beunruhigt oder enttäuscht zu sein – z.B. wenn unser Partner uns verlassen hat, wir unsere Anstellung verloren oder eine ernste Krankheitsdiagnose bekommen haben.
Alles nur positiv zu bewerten, ist nicht hilfreich, denn erstens wird uns dies kaum gelingen. Und zweitens hilft uns eine positive Bewertung auch nicht dabei, Situationen zu verändern, die wir zu unseren Gunsten verändern könnten. Sich einzureden, dass man heute seinen Traummann findet oder die Anstellung im Traumjob bekommt, kann zu einer großen Enttäuschung führen.
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Es ist aber auch nicht hilfreich, alles negativ zu sehen, denn dann sind Angst, Trauer und Wut unsere Begleiter. Sich einzureden, dass man nie mehr einen Partner oder eine Anstellung bekommen wird, würde uns wenig helfen.
Solange wir keine ernsthaften Bemühungen um Veränderung unserer Situation unternommen haben, ist des nur einen Vermutung. Eine hilfreiche Einstellung könnte z.B. sein: "Ich tue alles, um einen Partner oder eine Anstellung zu finden. Ich habe genügend anzubieten."
Gesundes Denken bedeutet "der Situation angemessenes" Denken. Wir unterschätzen unsere Einflussmöglichkeiten nicht, überschätzen sie aber auch nicht.
Weitere Informationen zum negativen Denken und welche Formen des negativen Denkens es gibt.


