
Herzphobie, Herzangst, Herzneurose, funktionelle Herz-Kreislauf-Störung Video
Hier finden Sie umfassende Video-Informationen über die Ursachen, die Symptome und die Behandlung der Herzphobie. Dieser Video Ratgeber zur Herzphobie wendet sich an Betroffene und Angehörige.
Was ist eine Herzphobie (Herzangst, Herzneurose, funktionelle Herz-Kreislauf-Störung)?
Menschen mit einer Herzphobie sehen harmlose und normale Veränderungen ihres Herz-Kreislauf-Systems, wie etwa ein leichtes Herzstechen oder ein Herzstolpern, als Hinweis für einen drohenden Infarkt und für ein kurz bevorstehendes Herzversagen an. Aus Angst vor einem Herzversagen beobachten sie ständig ihr Herz, messen viele Male am Tag ihren Blutdruck, rufen häufig den Notarzt und unterziehen sich immer wieder denselben medizinischen Untersuchungen. Der Aussage ihres Arztes, dass ihr Herz völlig in Ordnung ist, misstrauen sie generell oder lassen sich nach kurzfristiger Beruhigung erneut von ihren Symptomen verunsichern.
Dadurch dass Menschen mit einer Herzphobie ganz normale Signale und Veränderungen ihres Herzens als lebensgefährlich bewerten, kommt es zu angst- und panikartigen Anfällen, die von den typischen körperlichen Angstreaktionen wie Schweißausbrüchen, Herzrasen, Atemnot und Anstieg des Blutdrucks begleitet werden. Die Betroffenen fühlen sich dadurch erst recht bestätigt, dass ihr Herz zu versagen droht. Die Angst wird zur Panik und es entsteht ein Teufelskreis aus immer stärker werden Symptomen, der Bewertung dieser Symptome als drohenden Herzinfarkt und Panikgefühlen.
Um ihr vermeintlich schwaches Herz zu schonen, vermeiden Menschen mit Herzangst seelische und körperliche Belastungen. Sie gehen Konflikten in Beruf und Familie aus dem Weg und meiden körperliche Betätigungen wie Fahrradfahren oder Rasenmähen. Ihre Schonhaltung führt dazu, dass sie mit der Zeit körperlich immer weniger belastbar sind, d.h. dann wiederum auch schneller Kreislaufprobleme bekommen.
Häufig beginnt die Herzphobie in einer Krisensituation, in der die Betroffenen körperlich und seelisch sehr belastet sind.
Die Herzphobie wird am schnellsten und besten mit der Kognitiven Verhaltenstherapie behandelt. Die Psychotherapie kann ambulant erfolgen. Wer aber schon jahrelang unter einer Herzphobie leidet, benötigt meist einen stationären Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik.
Generelle Ziele der Therapie sind, die Reaktionen des Körpers besser verstehen lernen, d.h. die Zusammenhänge zwischen angstvollen Gedanken und Körperreaktionen zu erkennen und zu erfahren, dass viele der Herzsymptome Reaktionen des Körpers auf Stress und emotionale Probleme sind. Betroffene lernen, wieder Vertrauen zu ihrem Körper zu fassen, ihre Schonhaltung und Meidung aufzugeben und mögliche Probleme und Konflikte, die Anspannung und innere Unruhe erzeugen, zu lösen.
Sie sind sich unsicher, ob Sie unter einer Herzphobie leiden? Dann beantworten Sie die Fragen des Herzphobie - Test.
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