Überprüfen Sie Ihre Gedanken.
1. Nach dem Notieren im ABC der Gefühle hinterfragen Sie Ihre Gedanken.
Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Anwalt, der nach den Beweisen für die Richtigkeit Ihrer Gedanken fragt. Wenden Sie die beiden Fragen für gesundes Denken an. Ausführliche Informationen zu den 2 Fragen finden in den Selbsthilfe Informationen Gesundes Denken.
Wenn Sie mehrere Gedanken ausfindig gemacht haben, dann überprüfen Sie jeden einzelnen Gedanken mit den beiden Fragen.
Fragen Sie sich:
- Entspricht der Gedanken den Tatsachen?
- Hilft mir mein Gedanke, mich so zu fühlen und verhalten, wie ich es möchte?
Schreiben Sie Ihre Antworten unter den jeweiligen Gedanken.
Antworten Sie auf die Fragen nicht nur mit Ja oder Nein, sondern erklären Sie ausführlich, welches die Tatsachen sind.
Stellen Sie fest, dass Ihre Gedanken weder den Tatsachen entsprechen, noch helfen, Ihre Ziele zu erreichen, dann beantworten Sie die Frage:
- Wie muss ich denken, um mich so zu fühlen und verhalten, wie ich es möchte?
Die Antwort stellt dann Ihren neuen Einsatzplan dar.
2. Unterbrechen Sie Ihre negativen Gedanken mit dem Gedankenstopp.
Im dritten Schritt weigern Sie sich, Ihren negativen Gedanken nachzugehen – wann immer sie auftauchen. Stoppen Sie diese, indem Sie sich innerlich "Stopp" sagen oder wenn Sie alleine sind, laut "Stopp" ausrufen.
3. Üben Sie Ihre neuen Gedanken.
Und als viertes gilt es, sich die neuen hilfreichen Gedanken zur Gewohnheit zu machen. Setzen Sie an Stelle Ihre negativen Gedanken die neuen gesunden Gedanken, die Ihnen helfen, sich so zu fühlen, wie Sie es möchten.
Wichtig ist, dass Sie standhaft bleiben. Negative Gedanken können sehr hartnäckig sein. Manchmal wird es viele "Diskussionsrunden" geben. Sie müssen vielleicht mehrere hundert Male die alten Gedanken durch die hilfreichen Gedanken ersetzen.
Auch mit Hilfe des Mentalen Trainings, bei dem Sie sich in der Phantasie ausmalen, wie Sie Ihre neuen Gedanken denken und sich so fühlen und verhalten, wie Sie es sich wünschen, können Sie Ihre neuen Gedanken trainieren. Ausführliche Informationen zum Mentalen Training finden Sie in den Selbsthilfe Informationen Mentales Training.
Erinnern Sie sich daran, hilfreiche Gedanken zu erlernen ist wie das Erlernen einer neuen Sprache. Lesen Sie hierzu auch den Selbsthilfe Informationen Gewohnheiten, in dem ich genau erkläre, wie Sie alte Gewohnheiten aufgeben und neue Gewohnheiten aufbauen können.
4. Natürlich hilft es nicht, sich nur neue Gedanken zu predigen, diesen aber keine Taten folgen zu lassen. Sie müssen sich in einem nächsten Schritt gemäß der neuen Gedanken verhalten.
Dies bedeutet z.B., dass Sie Situationen, die Sie bisher fälschlicherweise als gefährlich eingestuft und gemieden haben, (wieder) aufsuchen. In den Selbsthilfe Informationen Konfrontationstherapie finden Sie weitere Informationen dazu.

