Wie Sie das ABC der Gefühle im Alltag einsetzen
- 1. Rufen Sie sich immer wieder in Erinnerung, dass Ihre Gefühle durch Ihre Bewertungen entstehen. Was auch immer passiert, Sie haben Einflussmöglichkeiten auf Ihre Gefühle und körperlichen Reaktionen.
Wenn Sie sich dabei ertappen, dass Sie andere oder die Umstände dafür verantwortlich machen, wie Sie sich fühlen, dann korrigieren Sie sich sofort und sagen: "Ich mache mich ängstlich, ärgerlich, traurig, usw. Es sind meine Gedanken, mit denen ich mir das Leben schwer mache."
Sie werden sich viele Male korrigieren müssen, bis Sie Ihre Einstellung in diesem Punkt geändert haben. Die Angewohnheit, andere für Ihre Gefühle verantwortlich zu machen, ist so alt und fest eingefahren, dass Sie energisch dagegen angehen müssen.
- 2. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Ihren Bekannten und Freunden das ABC der Gefühle zu erklären. Das ist einer der besten Wege, um festzustellen, ob man etwas verstanden hat. Sie werden dabei die Entdeckung machen, dass Sie dadurch mehr lernen als Ihre Bekannten, denen Sie Ihr Wissen vermitteln wollen.
- 3. Üben Sie sich darin, Situationen mit dem ABC der Gefühle zu analysieren.
Erstellen Sie zu den Situationen, in denen Sie sich schlechter fühlten, als Sie es wollten, im Nachhinein ein ABC der Gefühle. Am besten Sie legen sich ein Heft zu, in das Sie alle ABC`S schreiben.
Notieren Sie sich in kurzen Worten unter A, die Situation, was vorgefallen ist.
Was haben Sie gesehen, gehört, wahrgenommen?
Wer war anwesend?
Was ist passiert?
Erinnern Sie sich daran, dass Sie unter A nur das aufführen, was eine Kamera aufnehmen könnte.
Unter B, Ihre Bewertung, schreiben Sie die Gedanken, die Ihnen in dieser Situation durch den Kopf gingen:
Wie haben Sie das Ereignis bewertet? Positiv, neutral, negativ?
Was bedeutet das für Sie?
Welche Schlussfolgerung haben Sie daraus gezogen?
In die Rubrik C gehören Ihre Gefühle, körperlichen Reaktionen und Ihr Verhalten:
Welche Gefühle haben Sie verspürt?
Was haben Sie im Körper verspürt?
Was haben Sie in der Situation getan?
Hier das ABC der Gefühle nochmals im Überblick:
A Situation:
B Meine Gedanken:
C Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhalten:
- 4. Wenn Sie alles Wesentliche ins ABC der Gefühle eingetragen haben, überprüfen Sie Ihre Gedanken mit den 2 Fragen für gesundes Denken:
Entspricht mein Gedanken den Tatsachen?
Hilft mir mein Gedanke, mich so zu fühlen und zu verhalten, wie ich es möchte?
Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Ihre Gedanken nicht den Tatsachen entsprechen und Ihnen nicht helfen, suchen Sie nach alternativen hilfreichen Gedanken, indem Sie sich die Frage stellen
Wie muss ich denken, um mich so zu fühlen und verhalten, wie ich es möchte?
Ausführliche Informationen zu den 2 Fragen für gesundes Denken finden Sie in den Selbsthilfe- Informationen Gesundes Denken.
- 5. Nach der Überprüfung und Korrektur Ihrer Gedanken trainieren Sie Ihre neuen hilfreichen Gedanken in der Vorstellung und im Alltag. Am besten Sie schauen sich hierzu gleich die Selbsthilfe Informationen Mentales Training und Konfrontationstherapie an.
- 6. Bereiten Sie sich auch noch darauf vor, was bei einer Veränderung alles in Ihren Gefühlen und Gedanken passiert. Lesen Sie hierzu die Selbsthilfe Informationen Gewohnheiten.

