Welche unterschiedlichen biologischen Reaktionsmuster bei seelischer und körperlicher Belastung gibt es?

Sie haben sicher auch schon beobachtet, dass es manchen Menschen in belastenden Situationen die Sprache verschlägt und sie wie erstarrt sind. Andere wiederum werden gereizt, aggressiv und sind sehr unruhig.

Dies hängt davon ab, ob wir zum Kampf- und Fluchttyp oder zum Schrecktyp gehören. Wir unterscheiden uns nämlich darin, wie wir bei Angst und Stress reagieren.

  • Wenn Sie zu den Schrecktypen gehören, dann übernimmt in Stresssituationen und bei Angst das Parasympathische Nervensystem die Regie und ist überaktiviert. Die Folge ist, Sie verharren wie im Schock:

 

Ihr Blutdruck verlangsamt sich. Ihnen wird kalt oder Sie schwitzen, Sie  bekommen weiche Knie, Ihnen wird übel, Sie fühlen sich schwach, Sie haben Harn- oder Stuhldrang, erröten, weinen, Ihr Herzschlag verlangsamt sich, sie atmen langsamer, Ihnen ist schwindelig, Sie sind benommen. Sie fühlen sich hilflos der Situation ausgeliefert. Sie haben Angst, ohnmächtig zu werden.

  • Gehören Sie hingegen zu den Kampf- und Fluchttypen, dann kommt es bei Ihnen bei Angst und Stress zu einer Überaktivierung des Sympathischen Nervensystems:


Ihr Blutdruck steigt an, Ihnen wird heiß. Die Muskeln spannen sich an, Ihre Herz- und Atemtätigkeit beschleunigen sich, Sie sind gespannt wie ein Flitzebogen und nervös, Sie leiden unter Verstopfung.

Man geht davon aus, dass wir mit der Veranlagung zum Schreck- oder Kampf/Fluchttyp geboren werden. Jedoch können wir diese Veranlagung auch durch Erfahrung und Lernen beeinflussen.

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